
Christie Finn aus den USA verfolgt eine Portfolio-Karriere als professionelle Sängerin, Pädagogin, Wissenschaftlerin und Kulturmanagerin.
Sie ist Lehrbeauftragte (seit 2025) und Doktorandin (seit 2024) der Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik Freiburg und Managing Director der Hampsong Foundation, der gemeinnützigen Bildungsorganisation des Baritons Thomas Hampson. Sie ist auch eine Sängerin, die regelmäßig an Konzerten zeitgenössischer Musik und Produktionen Neuer Musiktheater beteiligt ist.
Ihr Musikstudium begann sie an der University of Maryland Baltimore County, wo sie ihren Bachelor of Arts in Music mit Nebenfach moderne Sprachen und Linguistik mit Auszeichnung abschloss. Darauf folgten zunächst ein Masterstudium in klassischem Gesang bei Joan Heller an der Southern Methodist University in Dallas und danach ein Masterstudium in zeitgenössischer Performance bei Lucy Shelton an der Manhattan School of Music in New York. Im 2014 hat Christie Finn ihr Masterstudium bei Prof. Frank Wörner und Prof. Angelika Luz im Studio für Stimmkunst und Neues Musiktheater an der Musikhochschule Stuttgart mit Auszeichnung abgeschlossen.

Schon seit ihrem Studium liegt ihr Schwerpunkt als Wissenschaftlerin und Performerin auf der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Sie hat als Solistin mit vielen zeitgenössischen Ensembles in Europa wie dem Asko Schönberg Ensemble (NL), ensemble plus (AT), ensemble recherche (DE), ensemble TaG (CH), ensemble variances (FR), Ictus (BE), dem Nadar Ensemble (BE), sowie mit verschiedenen Ensembles in New York City gesungen. Sie trat an Festivals wie den Bregenzer Festspielen, dem Beijing Modern Music Festival, dem International Hamburg Music Festival, dem Klara Festival (Brüssel), und Resonant Bodies (New York) auf.
Finn gehört zu den Gründungsmitgliedern des „Singing Down the Barriers“-Instituts an der University of Michigan (USA). Das Institut ist der Musik afroamerikanischer Komponist:innen gewidmet und sie unterrichtet dort jeden Sommer.
Sie ist Mitautorin des wissenschaftlichen Buches „Black Song: A Manifesto for Music and Justice“ (University of Michigan Press, November 2026). Als Wissenschaftlerin hat sie auf den Konferenzen der American Musicological Society (USA) und der Theatre and Performance Research Association (UK) Vorträge gehalten.
Finn lebt seit 2012 mit ihrem Mann, dem Klarinettisten Felix Behringer, in Baden-Württemberg (Deutschland). Sie haben zwei Söhne.
[September 2026]